August 19, 2016

Naturpark der Sierra Calderona

Die meisten Arten an Flora und Fauna von Segorbe befinden sich in dem außergewöhnlichen Naturpark der Sierra Calderona an seinem nördlichen Hang.

Die bewaldeten Gebiete sind dominiert von Pinienwäldern, insbesondere Zwergkiefern und begleitet von Büschen von Zistrosen, Rosmarin und Heidekraut. In Kohlenstoffarmen Böden kommen insbesondere See-Kiefern zusammen mit Buschwerk. Auch Steineichenwälder findet man, jedoch nur an einigen wenigen Stellen. In unteren Lagen wachsen unter anderem das Geißblatt, die Sarsaparille, immergrüner Kreuzdorn, Zwergpalmen und wilder Spargel.

An einigen schattigen und feuchten Stellen gedeihen auf den roten Böden auch Korkeichenwälder, jedoch nur vereinzelt und ohne größer auswachsen zu können.

Wegen der zahlreichen gemeldeten Brände im Bereich der Gebirge gibt es einige Zonen mit zurückgedrängter Vegetation, wo Rosmarin, Heidekraut, Weideflächen und einige seltene Gewächse vorhanden sind.

Die Vogelwelt ist außerordentlich vielschichtig, insbesondere vertreten durch Habichte, Schlangenadler und Kleiber in bewaldeten Gebieten. In felsigen Gebieten findet man insbesondere Blaumerlen, Uhus, Wanderfalken und Habichtsadler.

Auch Säugetiere haben hier ihr Reservat, insbesondere Wildschweine, europäische Wildkatzen, Füchse, Ginsterkatzen und europäische Dachse.

Auch die spanische Wasserschildkröte, sowie die Perleidechse fühlen sich hier heimisch, letztere kann eine Größe von ca. 60 cm vom Kopf bis zum Schwanz erreichen. Damit ist sie die größte Eidechsenart in Europa.

Innerhalb des Naturparks sind die Teiche geschützt und vermerkt im Katalog der geschützten Feuchtgebiete der Provinz Valencia. Die Teiche von Butrera, de la Rosa, del Portillo, sowie del Gabacho sind entstanden durch Ausgrabungen in der Erde um Ton zu gewinnen. Hier entstand mittlerweile ein Ökosystem an Fischen, insbesondere Barben und Karpfen, sowie Geflügel wie Teichhühner und Enten. Außerdem dient das Gebiet Wandervögeln wie Reiher und verschiedenen Entenvögeln als Raststelle, und beherbergt einige Amphibien und Reptilien.