August 19, 2016

Feste

Die fest verankerten Feste im Dorf Segorbe, entstanden im Laufe der Jahrhunderte. Sie sind vielfältig, unterschiedlich und unterhaltsam.

In der zweiten Januarhälfte feiert man das Fest des Heiligen Antonios Abad, das aus verschiedenen Festlichkeiten besteht, unter denen die traditionellen Lagerfeuer und die Weihe der Tiere hervorzuheben sind. Außerdem gibt es Vorführungen der Pferdedressur, sportliche Wettkämpfe, Rinderausstellungen und noch weitere Feierlichkeiten.

Besonders erwähnen muss man die Prozession „Corpus Christi“ (Fronleichnam) mit einem Umzug von Figuren, die Riesen und Großköpfe genannt werden, Anfang Juni.

Im Monat Juli feiert man das Fest von Villatorcas, einer nahegelegenen Siedlung, wo es verschiedene von den Bewohnern organisierte Veranstaltungen gibt.

Um den 10 Juli und dem dazugehörenden Wochenende, wird das Fest zu Ehren des Heiligen Christophorus veranstaltet, dabei gibt es Kletterstangen mit Belohnungen ganz oben, Trinkschokolade und süßes Gebäck wird ausgeteilt, die Bruderschaften essen gemeinsam zu Abend und in der Kathedrale wird eine Messe gefeiert, bei der Heiligenbilder an die Teilnehmer ausgeteilt werden.

Anfang August wird das Fest zu Ehren des Schutzengels (Angel Custodio) gefeiert, ein reizvolles und beliebtes Fest, das man in diesem historischen Viertel von Segorbe wiederbelebt hat. Der Engel „Angel Custodio“ ist neben der Unbefleckten Jungfrau „La Inmaculada Concepcion“ der Schutzpatron von Segorbe.

Mitte August feiert man das Fest der Siedlung Peñalba, wo Einheimische und Auswärtige zusammenkommen, um bei zahlreichen religiösen Feierlichkeiten mitzumachen, aber auch beim Volksfest mitzufeiern. Es gibt aber auch Viehausstelllungen, sowie Kunstausstellungen, und dazu wird im Freien gespeist.

Das Ortsfest beginnt am letzten Samstag im August. Die erste Woche des zweiwöchigen Festes ist der Heiligen Jungfrau gewidmet unter dem Schutzmantel Maria die Hoffnungsvolle, Maria von Loreto und der Heiligen Höhle. Es handelt sich um außergewöhnliche Feierlichkeiten, die zu den erklärten Sehenswürdigkeiten des Tourismus gehören. Besonders erwähnenswert sind das Vorstellen der Königinnen des Festes, die traditionelle und beliebte Blumengabe an die Heilige Jungfrau der Heiligen Höhle, die Wallfahrt zur Einsiedelei unserer Heiligen Jungfrau der Hoffnung, Pferderennen (Carreras de Cintas) oder die traditionelle Enramada, die überwältigenden Feuerwerke, die Kunstwettbewerbe und die Ausstellungen dazu, genannt nach José Camarón, und natürlich auch Konzerte für moderne Musik, Volks- und Klassische Musik.

Während der zweiten Woche des Festes, die Woche der Stierkämpfe, kommen tausende Besucher, um das beeindruckende Spektakel des Einzugs der Stiere und Pferde in Segorbe mitzuerleben. Bei diesem Masseneinzug mischt sich Brauchtum mit Geschichte, schon im 14.Jahrhundert wird er erstmals urkundlich erwähnt und hat sich die Essenz erhalten, die ihm seine Gründer gegeben hatten, also die Emotion und die Gefahren, die diese Vorstellung mit sich bringt, bei der die Stierherde von 13 Stierkämpfern und mutigen Reitern durch die Straße Colón begleitet und geführt wird und die zahllosen Zuschauer, die entlang der Strecke eine Menschenmauer bilden, sind Zeugen davon.

Der Einzug der Stiere und Pferde wurde schon 1985 zum Fest mit besonderem Interesse für den Tourismus erklärt und 20 Jahre später, 2005, zur international anerkannten Tourismusveranstaltung, da sich sein Ruf in ganz Spanien immer weiter ausgebreitet hat und dann sogar über die spanischen Grenzen hinaus.

Dem Einzug wurde sogar ein Denkmal errichtet. Es steht auf dem Platz Plaza Obispo Ahedo und wurde vom renommierten Bildhauer Manuel Rodriguez Vázquez geschaffen.

Das Fest verbindet den Nachmittag und Abend mit der Nacht, und die Nacht mit dem Tag; die Kämpfe mit den Jungrindern führen hin zu den richtigen Stierkämpfen, danach beginnt das echte Volksfest, wobei für die Besucher ein zauberhaftes Ambiente entsteht, welches einen gefangen nimmt.

Die Festlichkeiten dieser intensiven Woche lassen aber auch Zeit dafür, sich bei der Messe für Schinken und hausgemachten Wurstwaren von Segorbe zu stärken, die von den Verbänden für hausgemachte Wurstwaren von Segorbe und den Schinkenherstellern von Segorbe organisiert wird.

Am ersten Samstag im Oktober feiert man die Wallfahrt zur „Cueva Santa“ (zur Heilige Höhle). Die Wallfahrtskirche der Jungfrau Maria zur Heiligen Höhle liegt 14 km von Segorbe entfernt und ist das Ziel von tausenden Pilgern, die sich jedes Jahr einfinden, um die Schutzheilige der Diözese nach einer beeindruckenden Nachtwallfahrt zu besuchen.

Das Fest zu Ehren der Heiligen Cecilia, am 22. November, verwandelt Segorbe während verschiedener Veranstaltungen in eine Kulturstadt, wobei sich alles um Musik dreht. Dies wird vom Verband „Damas de Santa Cecilia“ (Damen der Heiligen Cecilia) und von der Musikgesellschaft von Segorbe organisiert; alle Veranstaltungen haben mit Musik zu tun.

Obwohl die Festlichkeit „La Purísima“ (die Unbefleckte) am 8. Dezember stattfindet, dauert sie immer mehrere Tage, in denen Segorbe für ein schönes Volksfest geschmückt wird, das einen großen Teil des Ortes einnimmt. Bei diesem Fest können die zahlreichen Besucher bei unzähligen Verkaufsständen, die eigens dafür aufgestellt werden, ihrer Kauflust frönen oder sie können ihr Glück bei den Tombolas versuchen, sie können sich auch einen Adrenalinstoß bei den vielen Attraktionen holen.

Der Mittelalterliche Markt findet am zweiten Wochenende im Mai statt, wenn sich Segorbe ins Mittelalter zurückversetzt, indem es eine mittelalterliche Atmosphäre schafft, mit den Bräuchen von damals, wobei den Besuchern typische traditionelle Waren angeboten werden. Dazu gibt es Werkstätten für die Kinder und zahlreiche Vorführungen mit Greifvögeln und Schlangen, aber auch mit Hofnarren und boshaften Weibern und dazu mittelalterliche Musik. All das wird uns beim Durchschlendern verzaubern.

1265 legte Jaime der Erste den Donnerstag als wöchentlichen Markttag fest und die Straße Colon als Ort, wo der Markt stattfinden soll.

Das Fest des Einzugs der Stiere und Pferde geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Es wird in der zweiten Septemberwoche gefeiert, von Montag bis Sonntagnachmittag um Punkt zwei Uhr.
Es ist ein sehr schnelles Rennen, das ein wenig mehr als zwei Minuten dauert. Es nehmen daran sechs Stiere und etwa ein Dutzend Pferde teil, die von geübten Reitern die Hauptstraße des Ortes entlang geleitet werden. In der Straße Colon warten dicht gedrängt die Leute, die gespannt auf das Vorbeilaufen der Herde warten.
Ohne Absperrungen bei den angrenzenden Straßen müssen die Zuschauer, die die Straße verstopfen, entweder den Weg für die Herde freigeben oder absperren, wobei ein einzigartiges und verzauberndes Spektakel entsteht. Nicht umsonst wurde dieser Einzug der Stiere und Pferde zum Fest mit besonderem Interesse für den internationalen Tourismus erklärt.